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  • Joachim Tatje

Jugendstil in der industriellen Fertigung

Aktualisiert: Jan 16

Anfangs hat man vermutlich nicht so recht hingeschaut: die neue Fachmesse „formnext“, https://formnext.mesago.com/ , in Frankfurt. Jetzt waren die Messehallen 11 und 12 (beide doppelstöckig) nahezu voll. Zu sehen bekam man einen ganz neuen Industriezweig in Aufbruchstimmung. Waren es letztes Jahr noch 632 Aussteller, warben dieses Jahr bereits 852 Unternehmen um die Aufmerksamkeit der mehr 34.000 Besucher. Es geht um das Thema „additive Fertigung“, das Drucken, Lasern und Sintern von Gegenständen aus allen denkbaren Materialien von Kunststoffen bis zu Titan. Gezeigt wurden in Frankfurt Maschinen und Anlagen und die Materialien dazu. Ebenso groß ist aber auch die Gruppe derer, die das Entwickeln und Fertigen von Kundenteilen als Dienstleistung anbieten.

Bei der Formgebung sind dem Konstrukteur kaum Grenzen gesetzt. Eindrucksvoll zu sehen ist, was möglich ist, wenn beim Produktdesign bionische Konstruktionsregeln angewendet werden. Von der Natur können wir lernen, hochfeste Strukturen mit einem Minimum an Material zu realisieren. Messegespräch war schon im letzten Jahr ein von Bugatti in Zusammenarbeit mit dem Laserzentrum Nord entwickelter Bremssattel https://bit.ly/33nF5vv . Der weltweit erste Bremssattel aus dem Drucker und das in einem atemberaubenden Design! Die Formgebung des Riesenteils erinnert an die floralen Muster des Jugendstils. Herzustellen ist so etwas nur mit additiven Fertigungsverfahren.

Aber schon sind es nicht mehr nur wenige Unternehmen, die auf dem Feld der additiven Fertigung tätig sind, sondern Viele, die Ähnliches anbieten. Das Wettrennen um die Gunst der Zielpersonen hat begonnen und all‘ die begeisterten Technikpioniere müssen rasch lernen, dass man in unserer Zeit ohne professionell geplante Unternehmenskommunikation nur mühsam vorankommt. Gute Aussichten für ViATiCO!

© Mesago / Mathias Kutt


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