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Vorsätze & vor Sätze

von Viatico (Kommentare: 0)

Kennen Sie das, mit einem Glas Sekt in der Hand und ein zwei weiteren im Kopf schreit man gegen den Lärm der Böller an: Dieses Jahr höre ich ein für alle Mal mit dem Rauchen auf, treibe mehr Sport und ernähre mich gesünder. Jawohl ja, das werde ich!

Dann kommt der Tag danach. Ich werde nie wieder Alkohol trinken, flammen die guten Vorsätze noch einmal mit heiserer Stimme auf. Die darauffolgenden Tage verbringt man damit, abzuwägen, welches Sportstudio am besten zu einem passt – schließlich bindet man sich gegebenenfalls mit einem Ein-Monatsvertrag an eben jenes.

Gut, das mit dem Alkohol, das war ja sowieso nur so daher gesagt. Und Heinz Rüdiger hat auch noch nicht mit dem Rauchen aufgehört. Obwohl man abgemacht hat, dass man gemeinsam aufhört. Aber der wird doof gucken, wenn man noch das halbe Dutzend Zigaretten aus dieser Schachtel raucht und es dann sein lässt.

Ach, die guten Vorsätze. Irgendwie ist das wie mit dem drolligen Welpen, den man dem geliebten Nachwuchs zu Weihnachten unter die Tanne drapiert, um ihn dann im Sommerurlaub irgendwo zwischen Fürstenfeldbruck und Lugano auf dem Rastplatz zu vergessen. Impulsiv und gut gemeint. Aber oft nicht zu Ende gedacht.

Vor Vorsätze gehören Vorüberlegungen und Vorbereitungen. Und noch einmal: Vor Sätze gehören Vorüberlegungen und Vorbereitungen. Ja, was für die Neujahrsansage gilt, das zählt in diesem Fall auch bei guten Texten.

Welches Ziel will ich erreichen? Wie kann ich dieses Ziel erreichen? Was brauche ich, um mein Ziel zu erreichen? Gibt es eine Erfolgskontrolle, um die einzelnen Etappen bis hin zur Zielgeraden zu qualifizieren? Zum Beispiel den Zigarettenkonsum im ersten Monat von einer Schachtel am Tag auf eine Schachtel in der Woche zu reduzieren. Oder einen definierten Besucherzuwachs, den die raffiniert getextete Messeeinladung auf den eigenen Stand bringen soll.

Und wenn es in weniger als 365 Tagen dann wieder fünf vor zwölf ist und man all diese Schlaumeierei vergessen hat, dann kann man sich ja jemanden zur Seite holen. Beispielsweise eine Freudin, der man tagtäglich Rede und Antwort stehen muss, wie viele Zigaretten man geraucht hat. Oder einen Freund, der bereits im Sportstudio angemeldet ist und einen dorthin mitschleift. Oder ein Helferlein, das einem die passende Messeeinladung textet. Zwinkernd

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